Veranstaltungen
30.9. - 2.10.2026: IT-Leiter-Tagung
Am 30.9. - 2.10.2026 findet die von der Geschäftsstelle des Deutschen Caritasverbandes, der Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbandes und dem Caritas-Netzwerk IT e. V. organisierten "IT-Leiter-Tagung 2026" statt.
Anmeldung über die Webseite der Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbandes:
https://www.caritas-akademie.de/fortbilden/fortbildungen/it-leiter-tagung-2026-903ca6e6-9e9d-4812-a017-07c48da14849
11. / 12. Juni 2026: Fachkongress Cybersecurity in Berlin
Am 11. / 12. Juni 2026 war die zweite Auflage des Fachkongresses Cybersecurity, dieses Mal physisch in Berlin! Das Caritas-Netzwerk IT war wieder als Mit-Organisator dabei.
Programm und Anmeldungsplattform waren hier zu finden: https://v3d.yve-tool.de/public_registration/26419.
Rückblick auf den Fachkongress Cybersecurity 2026:
Unsere Kollegen Mirco Beyer und Gerhard Müller haben jeweils einen längeren Artikel dazu auf LinkedIn veröffentlicht:
Artikel Mirco Beyer, Artikel Gerhard Müller
Presseerklärung vom V3D und Caritas-Netzwerk IT:
Cybersicherheit: Verbände fordern verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik
In der Sozial- und Gesundheitswirtschaft droht eine Sicherheits- und Digitalisierungslücke
Berlin, 10. Juli 2026 – Angesichts der wachsenden Bedrohungslage im Cyberraum fordern der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) und das Caritas-Netzwerk IT, Cybersicherheit als betriebsnotwendig anzuerkennen und dauerhaft in der Regelfinanzierung zu verankern. Erforderlich seien eine praxisnahe Umsetzung der NIS-2-Richtlinie, klare Zuständigkeiten auf Bundesebene, ein gezieltes Cyber-Investitionsprogramm für Pflege und Soziales sowie zur Hebung von Synergien die rechtliche und finanzielle Unterstützung gemeinsamer, souveräner IT-Strukturen in der Freien Wohlfahrtspflege.
Anlässlich eines gemeinsamen Fachkongresses Cybersecurity in Berlin hatten der VdDD und das Caritas-Netzwerk IT gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband e. V., der Diakonie Deutschland sowie den Caritas- und Diakonieverbänden aus Baden-Württemberg Vertreterinnen und Vertreter aus Sozialwirtschaft, Bundesministerien, Aufsichtsbehörden und Wirtschaft eingeladen, um Strategien gegen die wachsenden Cyberbedrohungen zu diskutieren.
Die zentrale Botschaft des Kongresses ist zugleich ein Weckruf an die Politik: „In der Sozial- und Gesundheitswirtschaft bedeutet jeder erfolgreiche Cyberangriff einen potenziellen Versorgungsausfall”, verdeutlicht Gerhard Müller, Geschäftsführer des Caritas-Netzwerk IT, die Problematik. „Pflege- und hilfebedürftige Menschen sind davon unmittelbar betroffen; im schlimmsten Fall steht sogar die wirtschaftliche Existenz einer Einrichtung auf dem Spiel.” Rolf Baumann, Geschäftsführer Ökonomie des VdDD, stellt klar: „Cybersicherheit ist kein ‚nice to have‘, sondern essenzieller Teil des Versorgungsauftrags – wenn digitale Lösungen sukzessive Aufgaben in Medizin, Pflege und Betreuung übernehmen, muss die Sicherheit der Systeme entsprechend abgesichert und finanziert werden.”
Hohe Anforderungen, fehlende Finanzierung
Erfahrungsberichte betroffener Einrichtungen machten auf dem Kongress deutlich, wie existenziell Cyberangriffe sind und wie aufwendig der Wiederaufbau danach verläuft. Gleichzeitig verschärft die Umsetzung der EU-Richtlinie NIS-2 die gesetzlichen Anforderungen erheblich und nimmt Geschäftsführungen stärker in die persönliche Verantwortung.
Dennoch sind in Leistungsentgelten, Pflegesätzen und Zuwendungen bislang keine eigenen Mittel für IT-Sicherheit vorgesehen. „Es fehlt eine klare politische Zuständigkeit für die Freie Wohlfahrtspflege“, kritisiert Müller. Das geplante Förderprogramm des Bundesgesundheitsministeriums mit einem Volumen von bis zu 1,8 Milliarden Euro setze zwar ein wichtiges Signal, erreiche jedoch große Teile der Pflege bzw. kleinere Träger nicht, da diese überwiegend nicht unter NIS-2 fallen bzw. nicht alle Sektoren abgedeckt sind. „Ohne tragfähige Rahmenbedingungen droht eine Marktbereinigung zulasten kleiner, gemeinnütziger und ehrenamtlich geprägter Organisationen.“
Die Forderungen an die Politik
Der VdDD und das Caritas-Netzwerk IT appellieren an Bundesregierung, Länder und Kostenträger, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Im Einzelnen fordern sie:
- Regulierung praxisgerecht ausgestalten: Die nationale Umsetzung von NIS-2 muss praxisnah weiterentwickelt werden – mit klareren Betroffenheitskriterien, ohne das Schutzniveau abzusenken.
- Klare Zuständigkeiten schaffen: Die Freie Wohlfahrtspflege benötigt auf Bundesebene eine verbindliche, ressortübergreifend abgestimmte Anlaufstelle für Cybersicherheit, statt zwischen den Zuständigkeiten verschiedener Ressorts in Bund und Ländern navigieren zu müssen.
- IT-Sicherheit in der Regelfinanzierung verankern: IT-Sicherheit muss als betriebsnotwendige Vorhalteleistung transparent in den regulären Finanzierungssystemen – in Leistungsentgelten, Pflegesätzen, Zuwendungen sowie den Sozialgesetzbüchern – berücksichtigt und in Entgeltverhandlungen angemessen abgebildet werden. Befristete Anschubförderungen reichen dafür nicht aus.
- Ein Förderprogramm für Pflege und Soziales auflegen: Analog zum Krankenhauszukunftsgesetz braucht es ein Investitionsprogramm für Cybersicherheit und Digitalisierung, das ausdrücklich auch Pflegeeinrichtungen und kleinere Träger einbezieht, die nicht unter NIS-2 fallen.
- Gemeinsame, souveräne Strukturen zur Erzielung von Synergien ermöglichen: Kooperationen, gemeinsame IT-Dienste sowie souveräne Betreiber- und Plattformlösungen der Freien Wohlfahrtspflege müssen rechtlich und finanziell unterstützt werden, damit IT-Sicherheit wirtschaftlich organisiert werden kann.
Über den Fachkongress Cybersecurity
Der Fachkongress Cybersecurity wurde gemeinsam getragen vom Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e. V. (VdDD) / Bundesverband diakonischer Einrichtungsträger V3D, dem Deutschen Caritasverband e. V., der Diakonie Deutschland, dem Caritas-Netzwerk IT e. V. sowie den Caritas- und Diakonieverbänden aus Baden-Württemberg. Gastgeberin war die HiSolutions AG in Berlin. Ziel des Kongresses ist es, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie IT-Verantwortliche der Sozial- und Gesundheitswirtschaft praxisnah für die Themen Cybersicherheit, Regulierung und Digitalisierung zu qualifizieren und die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber Politik und Kostenträgern zu stärken. Eine Folgeveranstaltung ist für 2027 geplant.
Pressekontakt
Caritas-Netzwerk IT e. V.
Gerhard Müller, Geschäftsführer
Tel. +49 179 1338060
Gerhard.Mueller@caritas-netzwerk-it.de
info@caritas-netzwerk-it.de
https://caritas-netzwerk-it.de
Caritas-Netzwerk IT e. V.
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt am Main
Vorstand (V.i.S.d.P.): Dr. Rainer Brockhoff, Markus Nikolaus, Alexander Rees
Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e. V. (VdDD)
Tobias-B. Ottmar, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Verbandskommunikation
Tel. +49 30 884 71 70 13 oder +49 151 14 18 76 22
tobias.ottmar@v3d.de
Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e. V. (VdDD)
Invalidenstr. 29
10115 Berlin
Tel.: 030 / 88 47 170 13
E-Mail:
presse@v3d.de
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Rückblick auf den Fachkongress Cybersecurity 2025:
Am 18.6.2025 war das Caritas-Netzwerk IT e. V. Mit-Organisator und Mit-Referent eines Fachkongress Cybersecurity. Gerhard Müller hat auf LinkedIn einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben (ist auch ohne Einloggen bei LinkedIn lebar): https://www.linkedin.com/pulse/abwarten-ist-keine-option-mehr-mein-fazit-zum-einem-weckruf-m%C3%BCller-rjpbc/
Presseerklärung mit Statements von Caritas, Diakonie, und Caritas-Netzwerk IT beim V3D: https://www.v3d.de/aktuelles/aktuelles/artikel/sozialwirtschaft-muss-vor-cyber-angriffen-geschuetzt-werden/
